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Aktuelles

22.07.11

Schönheitskur für die "Wacht am Rhein"

Rüdesheim am Rhein, Niederwalddenkmal

Niederwalddenkmal

Niederwalddenkmal

Mit der Abnahme des Reliefs „Heimkehr“ und der Figur „Krieg“ begannen am 29. Juni 2011 die Restaurierungsarbeiten an einem der bedeutendsten Nationaldenkmäler Deutschlands, dem Niederwalddenkmal bei Rüdesheim.

Im Jahr 2008 sind die Freiflächen um das Niederwalddenkmal entsprechend der historisch belegten Gestaltung rekonstruiert und instand gesetzt worden. Während dieses Bauabschnittes wurden von FUCHS+GIRKE die am Niederwalddenkmal vorhandenen Geländer-anlagen aufwendig saniert. In einem zweiten Bauabschnitt wird nun das Monument selbst restauriert.

Das Niederwalddenkmal befindet sich am südlichen Rand des gleichnamigen Landschaftsparkes oberhalb der Stadt Rüdesheim. Hoch über dem Rheintal gelegen, hat  das annähernd 40 m hohe Denkmal eine Art Torwächterfunktion inne, indem es als weit sichtbarer Orientierungspunkt den Eingang zum Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“ markiert.

Am 28. September 1883 im Beisein Kaiser Wilhelm I. feierlich eingeweiht, bildet das Niederwalddenkmal neben Gedenkbauwerken wie dem Thüringer Kyffhäuserdenkmal, dem Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald oder dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal eines der monumentalen Nationaldenkmäler Deutschlands. Seit 2002 ist das Einzeldenkmal Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Oberes Mittelrheintal“ und wird von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen betreut.


Die monumentale Anlage wurde als Andenken an den Deutsch-Französischen Krieg und die darauf folgende Gründung des Deutschen Kaiserreiches erbaut. Für den Entwurf der Erinnerungsstätte zeichnen der Dresdner Bildhauer Johannes Schilling und der Architekt Karl Weißbach verantwortlich. Die Finanzierung des reich mit bronzenen Plastiken und Reliefs ausgestatteten Denkmals wurde zu einem Großteil mit Spendengeldern der Bevölkerung realisiert.

Als Bauherr für die am Niederwalddenkmal geplanten Restaurierungsarbeiten fungiert das Land Hessen, welches durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen vertreten wird.

Dank unserer langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Metallrestaurierung wurde unsere Firma mit der Restaurierung des bronzenen Bildschmuckes betraut. Dazu gehören die über 12 m hohe Hauptfigur „Germania“, die ebenfalls überlebensgroßen Allegorien „Krieg“ und „Frieden“, die den Sockel zierenden Relieftafeln sowie die unterhalb des Hauptreliefs platzierte Bronzegruppe „Rhein und Mosel“.


Mit den Restaurierungsarbeiten sollen in erster Linie sowohl witterungsbedingte, als auch konstruktive  Schäden fachgerecht behoben werden. Darüber hinaus sollen Beschädigungen beseitigt werden, die durch den Beschuss des Denkmals im Zweiten Weltkrieg sowie durch Vandalismus verursacht worden sind.

In einem ersten Arbeitsschritt haben unsere  Mitarbeiter die Allegorie „Krieg“ sowie eines der beiden Seitenreliefs demontiert, weil für diese Elemente aufgrund defekter Verankerungen akute Absturzgefahr bestand. Die hierfür erforderlichen Arbeiten waren äußerst aufwendig, da sich die Demontage der einzelnen Bronzeelemente allein schon durch deren enormes Gewicht als sehr kompliziert darstellte. So wiegt jede der Relieftafeln jeweils 2 Tonnen, die 6,80 große Bronzestatue „Krieg“ bringt es gar auf 6,75 Tonnen Eigengewicht.

Die demontierten Bronzebildwerke wurden anschließend in unsere Restaurierungswerkstätten nach Ottendorf-Okrilla überführt, um die notwendigen Restaurierungs-maßnahmen wie etwa den Austausch von verrosteten Eisenprofilen unter optimalen Bedingungen durchführen zu können.

Mitte August wird dann auch die Hauptfigur eingerüstet sein. Sie wird zusammen mit den übrigen Plastiken und Reliefs von unseren Metallfacharbeitern vor Ort restauriert werden.

Die Gesamtbaumaßnahme wird voraussichtlich Mitte 2012 abgeschlossen sein. Bis dahin wird eine Fotoplane das als Publikumsmagnet bekannte Denkmal zeigen.

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