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Wir restaurieren ein Berliner Wahrzeichen
Die im Zentrum des Großen Sterns im Berliner Tiergarten stehende Siegessäule ist seit Anfang dieses Jahres für den Publikumsverkehr gesperrt. Grund hierfür sind umfangreiche Baumaßnahmen, die derzeit zur touristischen Erschließung der unter Denkmalschutz stehenden Gesamtanlage „Großer Stern“ durchgeführt werden.
Neben Instandsetzungs- und Anpassungsmaßnahmen sind im Zuge dieses Bauvorhabens außerdem restauratorische Arbeiten vorgesehen, um die kulturhistorisch wertvolle Bausubstanz des Objektes zu sichern und zu erhalten. Die geplanten Restaurierungsmaßnahmen beziehen sich auf das mit einer Viktoriaskulptur bekrönte Säulenmonument, welches sich, über der Mittelinsel der Platzanlage, auf einem Unterbau aus poliertem, rotem Granit erhebt.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, welche für dieses Großprojekt als Bauherr fungiert, hat an die Firma FUCHS+GIRKE Aufträge für metallrestauratorische Arbeiten vergeben, mittels derer die ausgeschriebenen Bauelemente in ihrem Bestand nachhaltig gesichert und fachgerecht restauriert werden sollen.
Der Hauptauftrag, den FUCHS+GIRKE für dieses Projekt realisieren wird, befasst sich mit der Siegessäule und der am Säulenschaft befindlichen Schmuckzier aus vergoldeten Kanonen und Festons. Im Mittelpunkt der hierfür auszuführenden Restaurierungsarbeiten steht die von Friedrich Drake entworfene Skulptur der römischen Siegesgöttin Viktoria, welche sich in einer Höhe von etwa 60 Metern über der achteckigen Aussichtplattform des Säulenmonumentes erhebt. Die ca. 8,50 m große und rund 40 t schwere Plastik wird nach der restauratorischen Überarbeitung eine neue Vergoldung aus Blattgold erhalten.
Die unsererseits zu erbringenden, metallrestauratorischen Leistungen umfassen ferner folgende Elemente der historischen Bausubstanz:
● Reliefplatten am Unterbau der Siegessäule
● Kapitelle von den Säulen der Säulenrundhalle
● löwenköpfige Wasserspeier am Architrav der Säulenhalle
● Eingangstür des Säulenmonumentes
Die bere
its seit Anfang März laufenden Restaurierungsarbeiten konzentrieren sich gegenwärtig auf die monumentalen, jeweils ca. 13,0 m x 2,0 m großen, bronzenen Reliefdarstellungen, die an den vier Seitenflächen des Granitsockels eingelassen sind. In den 1872 von vier verschiedenen Bildhauern geschaffenen Reliefplatten werden, dem Charakter des Denkmals entsprechend, Szenen aus den „Einigungskriegen“ gegen Dänemark, Österreich und Frankreich illustriert. Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges wurden die zum Teil schwer beschädigten Bronzereliefs zunächst demontiert, wobei drei der vier Reliefs nach Frankreich verbracht worden sind. 1987 wurden sie anlässlich der 750-Jahrfeier Berlins rückübertragen und, teils nur noch in Fragmenten erhalten, wieder am Denkmal angebracht.
An den in unterschiedlichen Erhaltungszuständen überlieferten Bronzereliefs führen unsere Mitarbeiter zur Zeit umfangreiche Reinigungsmaßnahmen durch, die erforderlich sind, um die Objekte für die nachfolgend zu tätigenden Restaurierungsarbeiten sowie die abschließende Konservierung optimal vorzubereiten.
Die Arbeiten an der eigentlichen Siegessäule und der Viktoriaskulptur sollen in Kürze beginnen. Der Abschluss aller restauratorischen Leistungen ist für März 2011 geplant.



