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Dom zu Augsburg - Sanierung der Dachtragwerke
Der Hohe Dom „Unserer Lieben Frau“ zu Augsburg ist die Kathedralkirche des Bistums Augsburg. Die Anfänge des Domes gehen bis auf einen karolingischen Kirchenbau aus dem 8. Jahrhundert zurück. Einige Teile der heutigen, fünfschiffigen Basilika stammen noch aus ottonischer Zeit und wurden bereits Ende des 11. Jahrhunderst errichtet. Im 14. Jahrhundert wurde das Sakralgebäude dank großzügiger Stiftungen gotisiert, so dass große Bereiche des Domes entsprechend dem Stilempfinden dieser Epoche um- und neugebaut worden sind. In den darauf folgenden Jahrhunderten erlebte der Dom noch zahlreiche weitere bauliche Veränderungen. Die letzten bedeutenden Umbaumaßnahmen fanden Mitte des 19. Jahrhunderts statt, als der Dom im neugotischen Stil ausgestaltet worden ist.
Aufgrund der über Jahrhunderte hinweg gewachsenen Baugestalt des Domes, besitzt das Sakralgebäude auch eine ungewöhnlich große Anzahl weiträumiger, stark unterschiedlicher Dachtragwerke. Seit 2003 wurden diese Dachtragwerke ebenso wie das konstruktive Gefüge des Domes in enger Zusammenarbeit mit dem bayerischen Landesamt für Denkmalpflege unter Mitwirkung zahlreicher Spezialisten und Fachfirmen umfassend saniert. Der im Juli 2008 begonnene vierte Bauabschnitt konzentrierte sich auf die zimmermannsmäßige Instandsetzung des Westchores und der südlichen Seitenschiffe
Die zur Sanierung der Dachtragwerke erforderlichen Zimmererarbeiten wurden von unseren Facharbeitern bereits am 04. August 2008 aufgenommen. Der an unsere Firma durch das Staatliche Bauamt Augsburg vergebene Leistungsumfang beinhaltete folgende Arbeiten:
• Sanierung des Langhauses (Südseite)
• Sanierung des Westchores/südliches und nördliches Querhaus
• Sanierung der südlichen Seitenschiffdächer
• Sanierung des Pultdaches am südlichen Turm
Während die am Westchor durchgeführten Instandsetzungsmaßnahmen
hauptsächlich auf zimmermannsmäßige Reparaturen wie etwa die Sanierung der Balkenlager, Sparren und Pfetten, Aussteifungen, Erneuerung von Aufschieblingen, etc. sowie den konstruktiven Bautenschutz beschränkt blieben, sind an den über den südlichen Seitenschiffen befindlichen Dachwerken zusätzliche statische Maßnahmen zu dessen Ertüchtigung notwendig geworden. Zur Entlastung der Gewölbe mussten die Dachtragwerke dieser Bereiche mittels eines subsidiären Tragsystems stabilisiert werden.
Um die zur Tragwerkssicherung erforderlichen Maßnahmen ungehindert durchführen zu können, sind die Dachwerke über den südlichen Seitenschiffen für den Zeitraum der Sanierung vollständig abgedeckt und mit einer Schutzüberdachung eingerüstet worden.
Am 19. Mai 2009 erfolgte die mangelfreie Abnahme unserer Leistungen.



