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Aktuelles

20.04.09

Frischekur für Dresdner Denkmäler

Konservierungsarbeiten am Bronzestandbild Carl Maria von Webers

An den Denkmälern der „Vier Tageszeiten“ auf der Freitreppe der Brühlschen Terrasse und dem auf dem Theaterplatz zwischen Semperoper und Zwinger platzierten „Carl Maria von Weber – Denkmal“ werden seit heute von Mitarbeitern unserer Metallrestaurierungsabteilung  Konservierungsarbeiten durchgeführt.

Das Denkmal Carl Maria von Webers ist ein Werk Ernst Rietschels (1804-1861), einem der bedeutendsten deutschen  Bildhauer des Spätklassizismus. Das zwischen 1844 – 1860 geschaffene Bronzestandbild würdigt den großen Komponisten und Dirigenten, der von 1817 bis 1826 als Musikdirektor der deutschen Oper am Dresdner Hoftheater wirkte. Die überlebensgroße Statue Carl Maria von Webers ist als Denkmal eines Musikers bis heute unübertroffen.

Bei den „Vier Tageszeiten“ handelt es sich um vier Skulpturengruppen, welche die oberen und unteren Wangenpodeste auf der vom Schlossplatz zur Brühlschen Terrasse  führenden Treppenanlage zieren. Die 1863 -1868 von Johannes Schilling (1828-1910), einem Schüler Rietschels, geschaffenen Plastiken verkörpern die Tageszeiten Morgen, Mittag, Abend und Nacht. Ursprünglich in Sandstein geschaffen, wurden die jeweils aus drei Figuren bestehenden Gruppen 1908 durch originalgetreue Bronzegüsse ersetzt. Die Sandstein-Originale befinden sich seit 1936 auf der Insel des Chemnitzer Schlossteiches.

Die Restaurierungsarbeiten an den fünf Bronzegroßplastiken wurden erforderlich, weil aufgrund der langjährigen Freibewitterung erhebliche Verschmutzungen und Verwitterungserscheinungen an den historischen Objekten entstanden sind. Um weitere Schäden zu vermeiden, werden die Bronzeplastiken zunächst sorgfältig unter Verwendung von Heißwasserdampf gereinigt. Anschließend werden festsitzende Verschmutzungen und Verkrustungen vorsichtig mit Skalpell entfernt. Zum Schutz vor schädigenden Umwelteinflüssen erhalten die Denkmäler abschließend einen Wachsüberzug aus mikrokristallinem Wachs, welches die Metalloberfläche passiviert und konserviert.

Die vor Ort durchgeführten Restaurierungsarbeiten werden noch bis Anfang Mai andauern.

 

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