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16.06.09

Potsdam

Palmettenkranz schmückt wieder das Dach von St. Nikolai

Potsdam, St. Nikolai: Tambourkuppel

Potsdam, St. Nikolai

Die ab 1830 in zwei Bauphasen errichtete Nikolaikirche der Evangelischen Kirchengemeinde Potsdam ist ein historisches Baudenkmal von herausragender architektonischer, städtebaulicher, kultureller und landeskirchlicher Bedeutung. Das nach Plänen des großen Architekten Karl Friedrich Schinkel im Stil des deutschen Klassizismus gestaltete Kirchengebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und Mitte des 20. Jahrhunderts wieder aufgebaut.

Seit Beginn des neuen Jahrtausends bemüht sich die Ev. Kirchengemeinde St. Nikolai um die Instandsetzung der Außenfassade, die aufgrund mangelnder Bauausführung und unzureichender Baumaterialien, während der zu DDR-Zeiten durchgeführten Renovierung, dringend restauriert werden musste.

Im Rahmen dieser äußerst umfangreichen und anspruchvollen Baumaßnahmen wurde die Firma FUCHS+GIRKE mit der Instandsetzung von Teilbereichen der Außenfassade betraut. Dazu zählen die Restaurierung der historischen Zinkgusskonsolen und -kapitelle vom unteren Tambour sowie zwei der vier Engelsstatuen von den Ecktürmen des Kirchengebäudes. Neben der Restaurierung von architektonischen und figürlichen Zierelementen wurden von unserem Unternehmen auch baudenkmalpflegerische Leistungen an der Kuppel und dem Tambour durchgeführt. Diese umfassten die Instandsetzung der Außenkuppel mit der bekrönenden Laterne sowie die Rekonstruktion von Kuppeltraufe und Kolonnadendach einschließlich aller am Tambour vorhandenen Kupferblechabdeckungen und Verblechungen.

In Zuge der Sanierung des Kuppeldaches wurde zudem ein bisher fehlendesPotsdam, St. Nikolai: Detailansicht des unteren Palmettenringes Stilelement wieder neu geschaffen. Die untere Stufe des Kolonnadendaches wie auch die Gesimsabdeckung der Kuppeltraufe waren ursprünglich jeweils mit einem dekorativen Blattkranz aus kupfergetriebenen Palmetten verziert, die mit einer Sandstein imitierenden Farbfassung versehen waren. Während der untere Palmettenring aus insgesamt  98 kupfernen, jeweils 86 Zentimeter hohen Palmwedeln bestand, war der obere Blattkranz mit 140 deutlich kleineren Palmetten bestückt. Diese Zierelemente wurden in unseren Werkstätten nach historischen Fotoaufnahmen originalgetreu aus Kupferblech rekonstruiert. Der untere Palmettenring  ist mittlerweile wieder auf dem Dach der Tambourkuppel installiert. Die kleinen, jeweils nur 53 Zentimeter hohen Palmetten des oberen Zierkranzes werden momentan noch farbbeschichtet und anschließend ebenfalls wieder am ursprünglichen Standort in das Bauwerk integriert.

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